Freundlich und fest: KESS-erziehen in der pädagogischen Praxis
Machtkampf-Verhalten verstehen – Kreisläufe vermeiden
„Jetzt mach doch endlich!“ Kennen Sie solche Situationen? Das Anziehen zieht sich, das Spielzeug soll aufgeräumt werden oder eine kleine Alltagssituation entwickelt sich plötzlich zum immer gleichen Machtkampf. Schnell gerät man in einen Kreislauf aus Ermahnen, Gegenhalten und Konfrontation, obwohl man sich eigentlich etwas ganz anderes für das Miteinander wünscht.
Kinder brauchen Erwachsene, die ihnen Halt und Orientierung geben, ohne sie zu entmutigen. Hier setzt das Konzept KESS-erziehen an, das auf der Individualpsychologie nach Alfred Adler beruht. KESS steht für kooperativ, ermutigend, sozial und situationsorientiert.
Der KESS-Ansatz unterstützt dabei, das Verhalten von Kindern besser zu verstehen und hilfreich reagieren zu können. Zugleich regt er an, die eigene pädagogische Haltung zu reflektieren und gegebenenfalls weiterzuentwickeln.